Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V.
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und Internationale Gesundheit e.V.
 

Aktuelle Mitteilungen der DTG

Als Grundlage für eine Intensivierung der Forschung zur besseren Bekämpfung der NTDs wurde unter Federführung des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) eine Übersicht über die aktuelle deutsche Forschungslandschaft zu NTDs erstellt. Die Analyse erfolgte in Zusammenarbeit zwischen BNITM, dem Deutschen Netzwerk gegen Vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs), der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie (DGP). Am 10. April 2018 stellte der Initiator der Studie, Prof. Dr. Jürgen May vom BNITM und Vorstandsmitglied der DTG, die „Einschätzung des Beitrags deutscher Institutionen bei der Forschung zu vernachlässigten Tropenkrankheiten“ im BMBF vor, das plant, seine Forschungsförderung zu vernachlässigten und armutsbedingten Krankheiten weiter ausbauen.

Informationen unter: https://www.bnitm.de/aktuelles/mitteilungen/7388-auf-dem-weg-zu-global-health-deutschlands-forschungsbeitrag-zu-vernachlaessigten-tropenkrankheiten-ntds-erstmals-umfassend-ausgewertet/

Aufgrund neuer Informationen der WHO müssen die Polio-Impfempfehlungen angepasst werden - die DTG verweist hierzu auf folgendes Merkblatt des Auswärtigen Amtes

GeoSentinel berichtet über mehrere Gelbfieberfälle bei ungeimpften Reisenden, die sich auf der Ilha Grande in Brasilien aufgehalten haben. Es sind in diesem Kontext auch drei Todesfälle berichtet worden. Details hier:

Hinweis der Deutschen Botschaft Pretoria:

Die Republik Angola fordert bei der Einreise bzw. bei der Beantragung eines Einreisevisums den Nachweis von Impfungen gegen Gelbfieber und gegen Hepatitis A und B.
Alle 3 Erkrankungen sind in Angola endemisch, die Impfungen sind medizinisch sinnvoll und auch empfohlen.
https://www.auswaertiges-amt.de/de/angolasicherheit/208118#content_2

Mitteilung des Auswärtigen Amtes (update 21.2.18) 

"Die tansanische Botschaft in Berlin hat erklärt, dass alle Reisenden aus Deutschland und Europa, die direkt nach Sansibar reisen, und sich weniger als 12 Stunden im Transit in einem Gelbfiebergebiet aufhalten, keinen Nachweis einer Gelbfieberimpfung benötigen.

Rückmeldungen von Reisenden bestätigen dies. Reisende, die über das Festland nach Sansibar einreisen, werden bei der Einreise am Hafen oder am Flughafen nochmals kontrolliert, ob sie sich zuvor in einem Gelbfieberendemiegebiet aufgehalten haben. Im Zweifel sollten die Hinweise des sansibarischen Gesundheitsministeriums bzw. die Stellungnahme der Botschaft Tansanias in Berlin mitgeführt werden. Siehe auch unter Impfschutz.

Impfschutz

Bei der direkten Einreise aus Deutschland auf das Festland Tansanias und nach Sansibar sind keine Pflichtimpfungen, insbesondere keine Gelbfieberimpfung erforderlich. Dies gilt auch, wenn im Transit über ein Gelbfieber-Endemiegebiet eingereist wird, solange bei dem Zwischenstopp der Flughafen nicht verlassen wird und der Aufenthalt weniger als 12 Stunden beträgt. Ein Transit z.B. in Addis Abeba oder Nairobi von unter 12 Stunden erfordert keinen Gelbfieberimpfnachweis.

Bei einer Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer), insbesondere auch auf dem Landwege kann der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung ab dem vollendeten 1. Lebensjahr verlangt werden – siehe auch www.who.int. Für längere Aufenthalte im Land und bei erhöhter Mückenexposition kann eine Impfung sinnvoll sein."

Aus Sicht des Auswärtigen Amtes kann daher auf die Impfung bei Vorliegen der o.g. Voraussetzungen verzichtet werden. Im Zweifel sollten die Hinweise des sansibarischen Gesundheitsministeriums mitgeführt werden.